Co-creation mit einem Growth Mindset

“Ich probiere gerne neue Dinge” vs. “Ich bleibe bei dem, was ich kenne” – wer kennt sie nicht, die Gegenüberstellungen von “Growth Mindset” vs. “Fixed Mindset”, häufig mit zwei Köpfen  visuell illustriert? Die beispielhaften Statements, welche die beiden Denkweisen beschreiben begegnen einem meist in LinkedIn Posts oder auf Internetseiten, die sich mit Motivation beschäftigen. Ähnlich wie die Motivationsposter, die in den frühen 2000er Jahren, amerikanische Büros mit “Teamwork” oder “Success” schmückten, suggerieren diese Bilder: “Alles Einstellungssache. Man muss es nur wollen.”

Persönliches Wachstum – eine Frage der Einstellung?
Ist das wirklich so? Und woher kommt überhaupt die Idee des Growth Mindsets? Carol Dweck ist die Frau hinter diesem Konzept. Die Professorin für Psychologie hat sich in ihrer jahrzehntelangen Forschung an amerikanischen Top-Universitäten vorwiegend den Themen Motivation, Persönlichkeit und Entwicklung gewidmet. Ihren bekanntesten Beitrag machte sie allerdings mit ihren Theorien zur Intelligenzforschung, die sie in ihrem Buch „Mindset: The New Psychology of Success“ veröffentlichte.

Laut Dweck führen Menschen Ihre Fähigkeiten auf unterschiedliche Faktoren zurück: Einige glauben eher, diese seien angeboren (Fixed Mindset), während andere überzeugt sind, dass jede/r  praktisch alles erlernen kann (Growth Mindset): Diese beiden Pole kommen nicht von ungefähr. Vielmehr reflektieren sie einen jahrzehntelangen Richtungsstreit unter Psychologen, der sich in vielen Maßnahmen unseres Bildungssystems – von IQ Tests zur Einstufung der richtigen Schulform (Fixed) bis hin zu Angeboten frühkindlicher Entwicklung (Growth) – zeigt.

Dwecks Forschung ist in ihrer eigenen Erfahrung als Schülerin begründet und setzt sich daher auch stark mit Schüler/innen auseinander. Nach Carol Dwecks Erkenntnis glauben Menschen mit einem “Fixed Mindset”, dass sie zwar Fähigkeiten und Talente in bestimmten Bereichen haben, es ihnen in anderen Bereichen jedoch mangelt. “Ich bin kein Zahlenmensch – Mathe kann ich einfach nicht” ist ein typischer Satz in diesem Zusammenhang. Für diese Schüler/innen ist es deshalb die größte Herausforderung, im Rahmen ihrer geglaubten Fähigkeiten nicht doof zu wirken und Misserfolge zu vermeiden.

Menschen mit einem “Growth Mindset” hingegen suchen den Erfolg, denn sie haben die Erfahrung gemacht, dass sie ihre Fähigkeiten durch Ausdauer und Lernen entwickeln können. Vielleicht nicht unbedingt grenzenlos – aber immerhin bis zu einem gewissen Maß. Rückschläge stecken sie leichter weg, sie fühlen sich dadurch eher angespornt.

Natürlich wird nicht jede/r – selbst mit dem “richtigen Mindset” – durch den puren Glauben an sich selbst automatisch zu einem Albert Einstein oder einer Marie Curie. Andererseits weist Dweck aber auch darauf hin, dass man Schüler/innen zu stark kognitiv limitiert, wenn man sie für ihre Intelligenz lobt. Stattdessen solle man dafür sorgen, dass sie Herausforderungen lieben und sich von Rückschlägen nicht abschrecken lassen.

Wachstum braucht einen “Co-creator”
Was man an Dwecks Ratschlag gut erkennt: Ein “Growth Mindset” beruht gerade nicht auf einer Einstellung, die man zufälligerweise hat oder nicht hat. Unsere Denkweise ist stattdessen von den Erfahrungen und sozialen Interaktionen geprägt, die wir in der Vergangenheit durchlebt haben. Deshalb kommt dem Verhalten unserer Eltern und Lehrer/innen in unseren frühen Entwicklungsjahren ein besonderer Stellenwert zu: Mit ihrer Motivation und ihrem Feedback prägen sie unsere Geisteshaltung nachhaltig.

Eine Geisteshaltung ist aber  kein fixer, einmalig definierter Zustand. Ein “Growth Mindset” ist vielmehr wie ein Muskel, der kontinuierlich trainiert werden muss. Denn: Immer wieder neue Erfahrungen zu sammeln prägt unsere Einstellungen. Und deshalb braucht es in allen Lebensphasen jemanden, der unser Wachstum und unsere Entwicklung begleitet. Und zwar nicht nur eine Person, die uns bestärkt und gut zuredet. Sondern jemanden, der zudem auch kritisch hinterfragt, Feedback gibt und das richtige Fach- und Methodenwissen mitbringt – und dies gewinnbringend für die jeweilige Situation oder Fragestellung einsetzt.

growcreation
Mit growcreation biete ich genau das an: Menschen, Teams und Organisationen bei ihrer Entwicklung und ihrem Wachstum zu begleiten. Weniger (bzw. nur mittelbar) in Kategorien wie Umsatz und Gewinn, dafür sehr konkret bei Themen wie Lernen, Führung, Veränderung und der neuen Arbeitswelt.

growcreation setzt sich dabei zusammen aus dem oben beschriebenen Growth Mindset und der Co-creation. Also der kollaborativen, gemeinsamen Entwicklung, deren Mehrwert in der Perspektivenvielfalt, Kundenzentrierung und Kreativität liegt.

Meine Eckpfeiler von growcreation sind daher

  • Die feste Überzeugung, dass jede/r individuell oder im Team wachsen – ja sogar über sich hinauswachsen – kann
  • Das Wissen, dass es häufig jemanden von außen benötigt, der (neue) Wege aufzeigt, mit ehrlichem Feedback bestärkt und mit Impulsen in die Zukunft gerichtetet denkt
  • Die Kombination aus relevanter Erfahrung und der jeweils passenden Methodik fördert eine Umgebung in der verschiedene Sichtweisen, Kundenfokus und Kreativität schnell zur individuellen Lösungsfindung führt

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